19. September 2006
Der Google Kalender
Google Deutschland gibt bekannt, dass der Google Calendar nun auch in einer deutschen Version bereitsteht. Was neben der Übersetzung der Benutzeroberfläche in erster Linie bedeutet, dass etwa die von der Suchmaschine bereit gestellten Feiertagskalender (endlich) aktualisiert und zumindest grob an deutsche Verhältnisse angepasst wurden.
Bezeichnungen wie Christmas Eve (Heiligabend) oder Boxing Day (2. Weihnachtsfeiertag) sind vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber immerhin stimmen die Daten nun - was vor wenigen Wochen jedenfalls noch nicht der Fall war.
Allerdings scheint sich Google selbst etwas schwer zu tun, das dem Kalender innewohnende Potential voll auszuschöpfen. Denn eine Nutzung in dem Sinne, wie es beim Kalendarium von Microsoft Outlook der Fall ist, darf man beim Google Calendar nicht erwarten. Kaum ein Unternehmen wird bereit sein, seinen Mitarbeitern eine Benutzung dieses (öffentlichen) Kalenders für die Terminabsprache zu empfehlen.
Doch gerade die Freigabefunktionen des Kalenders könnten in einem anderem Sinne von Interesse sein. So findet man bei der Suche nach beispielsweise Städtenamen inzwischen häufiger regionale Veranstaltungskalender, die sich ganz einfach im privaten Kalender integrieren lassen.
Diese Anwendung wird derzeit zwar noch eher selten genutzt, doch es wäre denkbar, dass sich hier interessante Möglichkeiten bieten. Etwa, was regionale kulturelle Angebote (Theater, Konzerte, Kino) angeht. Auch kommerzielle Veranstaltungen könnten in solchen öffentlichen Kalendarien zusammengefasst und über die Freigabefunktionen veröffentlicht werden. So, wie es beispielsweise DHS-Financial.de mit seinem Messekalender vormacht.
Dabei sind solche Kalender sehr einfach zu erstellen und Daten könnten bei Bedarf sogar im iCal-Format importiert werden. Doch Angebote dieser Art halten sich noch sehr in Grenzen. Und leider führt die Suche nach bestimmten Orten häufig auch auf private Kalender, die von ihren Nutzern vermutlich mehr oder weniger zufällig öffentlich gemacht wurden. Ein möglicherweise nicht ungefährlicher Fehler, wie im Web Log “dumb little man” neulich festgestellt wurde. Vielleicht ein etwas übertrieben dargestelltes Beispiel, doch der Betreiber des Blogs demonstrierte, dass man anhand der wenigen Angaben eines Kalenders schon ein potentielles Opfer “ausbaldowern” kann: “Todesursache Google Calendar”.
quelle: intern.de